Allgemein Kolumne

#Kolumne – Jenny’s Leben 2.0

Hallo Ihr Lieben,

auf Instagram habe ich es bereits verkündet, ab sofort werde ich im Bereich „Kolumne“ als „Ghostwriter“ für Jenny schreiben.

Jetzt fragt Ihr Euch sicher:

  • Wer ist Jenny?
  • Was hat sie zu erzählen?

Und vieles mehr.

Jenny hat sich am 07.11.2018 einer Operation unterzogen, die für sie den Auftakt in ihr Leben 2.0 einläuten soll.

Was das heißt?

Jenny hat sich einer Magen-Bypass-Operation unterzogen – nicht aus kosmetischen Gründen, nicht, weil sie dünn sein möchte, sondern ihrer Gesundheit zuliebe.

Ihr findet, das ist ein Widerspruch in sich? Man will etwas für seine Gesundheit tun und unterzieht sich einer nicht ungefährlichen Operation mit künftig lebenslangen, schweren Einschnitten in das eigene Leben?

Auch ich bin hier sehr kritisch, aber was mir wichtig ist – dieser Blog soll Euch auch informieren, mein Leitspruch ist, dass der Blog authentisch ist, somit gibt es hier auch umstrittene Themen aus anderen Sichtweisen.

Die virtuelle Welt ist eben sehr oft eine schöne Scheinwelt in der wir alle erstmal perfekt und zufrieden auf unsere Follower wirken. Gerade im Plussizebereich passiert gerade sehr viel und das ist toll. Doch was ist, wenn man mit sich im Reinen ist, der Körper aber zeigt, dass man einen Punkt überschritten hat, an dem er noch Schritt halten kann? Und wenn es dann mit Sport und Ernährung alleine nicht mehr funktioniert?

Ich befürworte keine Diäten, Operationen und Co. – wofür ich aber ganz klar bin ist Selbstliebe und ein gesunder Umgang mit dem eigenen Körper. Welchen Weg jeder Einzelne hier aber geht, ist eben jedem selbst überlassen.

Das hier wird auch kein Für- oder Gegensprechen von mir, es wird ein Bericht über Jenny’s Weg, aus Jenny’s Sicht – von mir völlig wertfrei.

Es gibt viele, die ihre Sichtweise geändert haben und einen gesunden Lifestyle pflegen (glücklicherweise) – das schließt aber Kurven nicht aus. Wir Curvy’s mit mehr sind nicht faul, unsportlich und essen nur Fast Food – das möchte ich hier stark betonen.

Einige haben sich auf den harten Weg durch einen Eingriff zu einem gesünderen Selbst gemacht – die meisten schweigen aber darüber.

Oft liest man dann die Kommentare unter den Bildern der „Verwandlung“ – die Fragen nach dem „Wie?“ und liest dann sehr oft als Antwort: „Sport & Ernährung“ – auch wenn das nicht allein der Grund ist.

Jenny geht hier von Anfang an einen anderen, einen offenen Weg.

Ich habe Jenny vor vielen Jahren bei der Wahl zur Fräulein Kurvig kennengelernt und uns verbindet seitdem eine Freundschaft, auf die ich nicht verzichten möchte. Ich bin Jenny dankbar, dass ich ihren Weg mitgehen darf, Euch darüber hier berichten darf, auch wenn ich wie gesagt eher zum kritischen Teil eines Eingriffs gehöre.

Trotzdem werde ich hier 1:1 wiedergeben, was Jenny mir mitteilt. Sie ist eine starke Frau, verheiratet, voll berufstätig und Mutter von wunderschönen Zwillingsmädchen. Ausserdem ist Jenny auch noch Schauspielerin und Plussize-Model.

Nun, nach dieser langen Einleitung erstmal Dankeschön an Jenny, dass sie offen und ungeschönt über ihren Weg berichtet. Ich hoffe, dass sie damit Ängste nehmen oder eben auch Zweifel wecken kann. Auch die Bilder, die Jenny mir schickt, werde ich hier mit ihren Einverständnis zeigen – somit auch ihre Vorher-Bilder:

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Jetzt gebe ich aber ab an Jenny:

„Wie fühle ich mich einen Tag vor der OP? Eigentlich kann ich diese Frage zweimal beantworten, da meine OP bereits am Freitag stattfinden sollte. Und ich am Donnerstag auch meine ja auch meine Henkersmahlzeit gemacht habe – das war übrigens überbackenes Gyros mit Peperoni, Zwiebeln, Schafskäse & Salat – also eigentlich auch LowCarb.

Das Gefühl dann, am Freitag Morgen den Anruf zu bekommen, dass die OP nicht stattfindet, dass sie verschoben wird, war echt katastrophal – und hab mich leider daraufhin Freitag Abend erstmal aus Frust „betrunken“ – mit Sambucca… Mir ging es so schlecht…. 

Heute, am Dienstag vor meiner erneut angesetzten OP, hätte ich also wieder eine Henkersmahlzeit haben können, ich habe mich aber bewußt dagegen entschieden, aus Zeitgründen, aber auch weil es mir wichtiger war, lieber nochmal ins Fitness-Studio zu gehen, denn nach der OP darf ich 3-4 Wochen nicht trainieren. Sport gehört neben der Ernährung total heftig zu dieser OP.

Ich muss morgen früh um 06:30 im Krankenhaus sein, werde mein Handy auch nicht mitnehmen, weil es für mich dann auch schon fast sofort losgeht. Ich habe gemischte Gefühle – meine einzige Angst an sich ist das Trinken, das Essen danach stört mich gar nicht.

Ich habe nämlich bereits in den letzten 6 Monaten gelernt, dass Essen nicht mein Lebenselixier ist. Mir bereiten nur die Mengen an Getränken (Wasser), die ich danach nur noch zu mir nehmen kann, Kopfschmerzen. 

Ansonsten bin ich total motiviert und muss sagen, wie krass es ist, wie positiv die Leute in den sozialen Medien darauf reagieren – damit hätte ich nicht gerechnet. 

Ich habe da mit viel mehr Gegenwehr gerechnet – gerade aus dem Plussize-Bereich. 

Aber entweder haben sich die Leute zurückgehalten und einfach gar nichts dazu gesagt, oder finden es trotzdem toll.

Ich werde jetzt ins Bett gehen – morgen klingelt ganz früh mein Wecker, ich stelle ihn mir so auf 04:00 oder 04:30 Uhr – ich muss noch ein paar Sachen zusammenpacken und meiner Schwägerin eine ToDo-Liste schreiben, wie sie in den nächsten zwei Tagen die Kinder zur Schule bringt und optimal versorgt und zu ihren Sportvereinen bringt.

Und dann werde ich schlafen gehen.“

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„Am Tag der OP musste ich Gott sei Dank nicht lange im Wartezimmer warten, bis es dann endlich losging. 

Ich hab noch nicht mal die Narkoseeinleitung bekommen – also dieses „Wir zählen jetzt bis….“ – ich war schon vorher weg, tiefenentspannt.

Im Aufwachraum war es nicht so toll, ich hatte spastische Bronchien – was auch immer das heißt. Auf jeden Fall musste ich mit Sauerstoff vollgepumpt werden, war auch über zwei Stunden im Aufwachraum bis ich auf die Überwachungsstation kommen konnte, wo ich dann auch die ganze Zeit kontrolliert werden konnte, auch am ersten Tag und in der ersten Nacht sehr viel Sauerstoff bekam, weil meine Sauerstoffwerte echt scheisse waren und auch mein Herzschlag lag immer so bei 49 – 50….

Schmerz? Ich weiß gar nicht, man das Schmerzen nennen konnte, es war so ein komisches Gefühl in der Bauchgegend. Es wurde natürlich für die OP auch sehr viel Sauerstoff bzw. Luft in den Bauch gepumpt. Es war ein komischer Druck – es war sehr unangenehm. Ich habe auch in den ersten zwei Tagen sehr viele Schmerzmittel genommen. Freitag habe ich aber komplett auf Schmerzmittel verzichtet, weil nachdem ich die Novalgin-Tropfen genommen hatte, musste ich mich übergeben… auch wenn mein Magen nicht viel Inhalt hatte, habe ich gesagt, ich möchte keine Schmerzmittel mehr, weil ich auch gemerkt habe, dass es nicht wirklich Schmerzen sind, dass der Bauch sich erstmal erholen und sortieren muss.

Ich habe, als ich heute entlassen wurde 117,4 auf der Waage gehabt – also nochmal knapp 2 kg weniger, was ja auch kein Wunder ist, ich habe ja seit Mittwoch kaum etwas gegessen. 

Gestern Abend habe ich im Krankenhaus das erste Mahl Weißbrot bekommen und habe von einer halben Scheibe fast alles aufessen können, mit Frischkäse. Das ging auch echt gut, man muss halt echt drauf achten, dass man richtig gut kaut. Dann funktioniert das alles.

Heute zu Hause habe ich mir zum Beispiel eine Grießklöschen Suppe mit Ei gemacht – ich mag das total gerne, Suppen mit einem Ei zu verfeinern. Habe auch das echt gut gekaut und es klappte alles prima. 

Davor hatte ich einen Fruchtzwerg gegessen, als ich vom Krankenhaus heimkam. 

Was mir nur auffällt ist, dass man sich echt schwer dran erinnern muss, dass man genügend trinkt – deshalb habe ich meine Wasserflasche jetzt immer dabei, damit ich dran denke, genug zu trinken.

Jetziger Stand ist – ich bereue es absolut nicht. Ich muss auch sagen, dass meine Zuckerwerte heute im Normbereich sind, so dass ich das Metformin definitiv absetzen kann.

Das ist schon mal der erste Gewinn.“

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Jenny, vielen Dank, dass Du das alles hier offen teilst. Es wird hier weiterberichtet, Jenny wird mir immer wieder ein Update geben – deshalb gibt es keinen festen Tag für die Posts.

Ihr findet Jenny übrigens auch bei Instagram – einfach HIER klicken.

Sandra_kleiner

 

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1 Comment

  • Reply
    dorie
    13. November 2018 at 9:05

    Sehr cool, dass du darüber schreibst, bzw. für Jenny schreibst. Ich finde es sehr interessant solche Einblicke zu bekommen 🙂
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

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