Allgemein Kolumne

#Kolumne – Jenny’s Weg 2.0 – Teil 2

Jenny’s Weg geht weiter – ich habe Euch ja versprochen, dass ich hier immer wieder den aktuellen Stand posten werde. Jenny teilt mir die Veränderungen und Neuigkeiten mit, und heute habe ich für Euch ein Update.

14.11.2018

„Eine Woche Post-OP. Bei mir gab es heute Morgen einen Activia Joghurt 115g auf der Arbeit. Dann gab es Volvic Essence Minze-Gurke (nicht so mein Fall) – dann habe ich heute Mittag nochmal 100g von meinen Tricolore-Nudeln mit der Hackfleisch-Spinatsauce gegessen und jetzt gerade eben 100g Tomaten/Gurken/Feta mit Balsamico-Dressing (selbstgemacht).

Ich habe alles gut vertragen – jetzt gerade grummelt es etwas im Bauch, ich denke, das liegt tatsächlich am Salat. Aber es ist alles ok und ich fühle mich gut. Das Pflaster durfte ich heute abmachen – ich habe auch eines davon abgemacht, nein zwei – aber beim dritten habe ich gesehen, dass die Wunde noch nicht ganz verschlossen ist, deshalb habe ich da wieder ein Pflaster draufgemacht. Das bleibt auch noch ein paar Tage drauf, zur Sicherheit. Montag bin ich sowieso bei der Kontrolle und dann sollen die sich das anschauen.

Ansonsten bin ich wieder am powern, verkrafte das alles auch echt gut und sind jetzt genau 5kg in einer Woche gepurzelt nach der OP und ich fühle mich super.

Was ich noch sagen muss, mich haben in der letzten Zeit ganz viele Leute angeschrieben, die sich auch der gleichen OP unterzogen haben – sie sind alle total verwundert, dass ich Nudeln und sowas essen kann – das hat mich jetzt natürlich etwas irritiert, aber ich habe mich ärztlich abgesichert – solange ich alles vertrage, ist alles gut. Also weiter so.“

21.11.2018

„Zwei Wochen nach OP habe ich gerade meinen Zuckerwert in der Apotheke bestimmen lassen, der lag bei 88. Das ist total im Rahmen. Ich denke, ich habe den Sieg gegen die Diabetes bereits zwei Wochen nach OP errungen.

Das ist total krass.“

Jenny’s Weg zur OP:

„Ich habe bereits vor 4 Jahren überlegt, den Weg zu gehen, habe mich damals in einem anderen Krankenhaus informiert (Erstgespräch) und habe auch eine Ernährungsberatung gemacht, den ersten Termin. Habe dann aber wieder aufgehört – es verworfen. Damals hatte ich noch keine Diabetes und habe für mich entschieden, dass ich diesen Schritt damals noch nicht gehen wollte.

Im Januar 2018 habe ich bei einer Zuckerkontrolle erfahren, dass mein Tageswert bei 350 und der Langzeitwert bei 9,5 oder so lag. Und das war für mich der Punkt, wo ich für mich gesagt habe „STOP!“

Letztes Jahr habe ich auch schon Diäten gemacht, LowCarb, Sport usw. – das hat alles nichts gebracht und so habe ich wieder an die OP gedacht. Bin dann in Merheim „gelandet“ zum Erstgespräch – am selben Tag, an dem ich angerufen habe, war der erste Termin für die Selbsthilfegruppe – das ist Pflicht. Die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe und einer Ernährungsberatung. Ab dem Zeitpunkt der ersten Ernährungsberatung laufen die 6 Monate, in denen man wöchentlich 2,5 Stunden Sport nachweisen muss, den man betreibt.

Ich habe mich dann in der gleichen Woche wieder im Fitness-Studio angemeldet und bin dort 2,5 Stunden/Woche – meist 3 Stunden aufgeteilt zu 2 x 1,5 Stunden in der Woche – zum Sport.

Ich habe dann monatlich die Ernährungsberatung gemacht (5 Termine in 6 Monaten sind das insgesamt – also einmal monatlich). Die Ernährungsberatung habe ich bei einem ganz tollen Ernährungsberater gemacht, der auch Verhaltenstherapeut ist und das war eine echt gute Mischung. Nicht das plumpe, das ist in dem Essen drin und das in dem – nein, es war tiefgründig – hat mir sehr viel gebracht und mich sehr motiviert.

Nach 5 Monaten bzw. 4 Monaten in der Selbsthilfegruppe holt man sich dann einen MDK-Bogen ab (für den medizinischen Dienst) – der eine wird von einem selbst, der andere vom Arzt ausgefüllt.

Während dieser Zeit musste ich noch einige Termine machen und zwar musste ich ins Schlaflabor, bzw. zum Lungenfacharzt um eine Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf) abklären zu lassen, das ist nicht wichtig für Eure Krankenkasse sondern elementar für den Anästhesisten, bei der OP.

Dann eine Magenspiegelung und ein psychologisches Gutachten erstellen lassen. Ich war dafür (das Gutachten) in der Uniklinik Köln.

Bei mir fiel alles sehr gut aus, die Psychologen haben der OP auch voll und ganz zugestimmt.

Dann habe ich ein Attest vom Arzt eingeholt – die Vorlage (ohne Diagnosen) hatte ich ihm vorgeschrieben, so dass er nur noch die Diagnosen und Ergebnisse eintragen musste. Das hat den Hintergrund, dass man so auch etwas an den Kosten für Atteste einspart. Ich hatte ihm das Vorgeschriebene vorab per eMail geschickt.

So ein Attest kann ansonsten um die 50,- EUR kosten, wenn man den Arzt aber etwas unterstützt kann es deutlich weniger sein (bei mir waren es z. B. dann nur 10,- EUR).

Dann im 5. Monat bzw. ich war dann Mitte September bei der rechten Hand des operierenden Arztes des SHG (Petra), die selbst auch operiert wurde. Ich habe mit ihr meinen Antrag fertig gemacht.

Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

  • Antrag vom Krankenhaus
  • Persönlicher Antrag von mir (da gibt es keine Vordrucke)
  • Begleiterscheinungen oder Begleiterkrankungen kann man extra aufführen
  • Protokolle der Ernährungsberatung (Ernährungstagebücher)
  • Gutachten vom Ernährungsberater
  • Bescheinigung, dass man an der Selbsthilfegruppe teilgenommen hat
  • Sportnachweise (Schwimmen, Fitness-Studio – jegliche Sportart, die man sich nachweisen lassen kann)

Das ganze Paket habe ich dann an meine Krankenkasse geschickt (ich bin bei der AOK), habe da im Vorfeld schon von mehreren gehört, dass die sich gerne viel Zeit zur Bearbeitung lassen. Ich habe den Antrag abgeschickt, Freitags habe ich ihn persönlich abgegeben, Montags bekam ich den Nachweis, dass der Antrag eingegangen ist und dass ab jetzt 5 Wochen Zeit wären, in der die Krankenkasse diesen beantworten kann, dass in dieser Zeit auch das Gutachten vom MDK geprüft wird.

Ziemlich genau nach 3,5 Woche bekam ich die Antwort mit der Kostenübernahme für die OP.

Dann habe ich meine Daten an Petra (SHG) per WhatsApp weitergeleitet, am gleichen Tag rief mich der operierende Arzt an um mit mir einen Termin zu vereinbaren. Der war knapp 3 Wochen später.

10 Tage vor OP muss man eine LowCarb Phase einhalten – strikt. Das ist wichtig, da die Leber meist bei Übergewichtigen vergrößert ist und damit es weniger Komplikationen gibt für den Arzt, an den Magen heranzukommen.

Die Leber wird somit kleiner, regeneriert sich dann auch recht schnell.

Und so war der Weg zu meiner OP am 07.11.2018 geebnet.“

Vielen Dank Jenny, ich bin mir sicher, dass vielen dieser Post und diese Informationen sehr weiterhilft.

Jenny’s Weg geht weiter – Ihr erfahrt bald weitere Neuigkeiten.

Sandra_kleiner

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